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Wanderung am 07.11.2021 in Fürstenau

In Fahrgemeinschaften fuhren wir morgens bei bedecktem Himmel und einer unsicheren Wetterprognose auf Umwegen (Straßensperrung der B 218 zwischen Hesepe und Ueffeln) nach Fürstenau. Ziel war dort der Parkplatz an der Schlossinsel. Die Teilnehmer wollten den erst 2020 auf Anregung des Heimatvereins Fürstenau vom Natur- und Geopark Terra-Vita im Westen Fürstenaus neu konzipierten Wanderweg „Fürstenauer Patt“ erwandern, den sie schon für November 2020 im Plan hatten, was aber pandemiebedingt ausfiel. Beim Abstellen der Autos hatten wir schon den zur ehemaligen Verteidigungsanlage der Schlossinsel gehörenden runden mächtigen Wehrturm der Nord-Ost-Bastion vor Augen. Die Schlossinsel selbst mit ihren Gebäuden wollten wir aber erst am Ende der Rundwanderung etwas genauer ansehen. Also bewegten wir uns zunächst stadtauswärts, über Bahnhofstraße, Konrad-Adenauer-Straße und dann über die Gartenstraße in westlicher Richtung zur Segelfortstraße, die ihren Namen nach der ehemaligen Feste Segelfort im nahen Settrup bekommen hat und kamen an der Rückseite des alten ehemaligen Bahnhofs von Fürstenau vorbei. (Der Bahnbetrieb der Strecke Fürstenau – Quakenbrück wurde 1969 eingestellt; die Gleise werden aber noch für die Draisinenfahrten touristisch genutzt!) Nach einem knappen Kilometer auf der Segelfortstraße verließen wir diese nach rechts und folgten dem Wegzeichen „T“ (steht für Terra-Track-Weg) und gingen eine längere Strecke im freien Gelände auf grasigem Untergrund den ehemaligen Höner Kirchweg fast bis zur Bauerschaft Höne, genauer gesagt bis zur Stelle, wo unser Weg auf die befestigte Straße „Am Sternbusch“ traf, der wir links in südlicher Richtung folgten. Vorbei am Klärwerk erreichten wir nach einigen hundert Metern die auf halber Wegstrecke unserer Runde befindliche Wetterschutzhütte auf der Schwienehöchte. (Foto) Hier gab es eine kleine „Stärkung“ in flüssiger und fester Form. Der Heimatverein Fürstenau hat diese Hütte am Jahresanfang gründlich renoviert (u.a. mit einem neuen Dach). Der Platz ist gut gewählt, führen hier doch drei Wanderwege vorbei (der große Rundweg „Vorstenower Patt“, der „Bersenbrücker-Land-Weg“ und der von uns begangene „Fürstenauer Patt“). Inzwischen zeigte sich zeitweise auch schon mal die Sonne; aber nachdem wir bald nach links abbogen, die befestigte Straße verließen und in das große zusammenhängende Waldgebiet „Pottebruch“ (Teil eines niedersächsischen Landschaftsschutzgebietes) kamen, war für uns die Sonne für eine Weile auch verschwunden. Der Weg verlief etwa gut zwei Kilometer durch den Wald bis zum Sportplatz „Am Pottebruch“ am Stadtrand von Fürstenau. Auf diesem Wegstück fiel auf, dass offensichtlich an mehreren Stellen in diesem Jahr neue Bänke aus Massivholz aufgestellt worden waren. Einige hundert Meter führte uns das Wegzeichen dann über die Straße Mühlenbrink am Fürstenauer Mühlenbach vorbei, bis wir die Bundesstraße 214 überquerten und (wieder mit Sonne!) zunächst am Kriegerehrenmal vorbeikamen. Dann hatten wir die beeindruckende Schlossinsel (Foto) mit dem umlaufenden Wassergraben, sowie der „Keimzelle“ Fürstenaus, dem Festungsturm von 1344/45, vor Augen. Die übrigen Gebäudeteile (z.B. die katholische Kirche St. Katharina) wurden nach und nach bis 1600 angebaut. Nach dem Überqueren der Schlossinsel hatten wir noch einen schönen Blick die Große Straße entlang bis zu einem der beiden noch vorhandenen Stadttore Fürstenaus, dem Hohen Tor. Nach etwa acht Kilometern war unsere Rundwanderung zu Ende. Mit einer Einkehr zum Essen in der Gaststätte Reinermann in Schwagstorf fand sie nach Meinung aller Beteiligten einen schönen Abschluss.
                                                                                                        

Günter Spieker

 

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